fish different!
The Flying Fisherman

Ein Angel Tag in Nordschweden 2025

Als Skandinavien Kenner lernt man mit der Zeit, dass es sehr viel Regionen gibt, die man bereisen kann. Erst startet man im nördlichen Süden Schwendens, in Smaland. Den Namen kennt man vom Kinderland bei IKEA. Und mit der Zeit kommen dann mehr und mehr Regionen und Länder dazu. Schweden, Norwegen und dann Finnland.

Da wir früher zu zweit und seit etwas mehr als 7 Jahren zu dritt fast alle skandinavischen Länder mehrfach bereist haben landet man irgendwann wieder in Schweden.

Ein sehr vielseitiges und interessantes Land mit reichhaltigen Möglichkeiten für Fliegenfischer.

Im Sommer 2025 sollte es auch bei den Zellers wieder ins Land der Elche gehen. Wir entschieden uns für die Provinz Västerbotten. Hier kann man noch echte Wildnis und Abendteuer in Europa erleben. Ein Vergnügen welches nur noch schwer zu finden ist.

 

Der Vindelälven

Nach der mehr als 2000 km langen Fahrt mit den eigenen PKM, die wir auf 2 Tage aufgeteilt hatten erreichten wir den Ort Vindeln. Hier hatten wir uns ein sehr schönes Ferienhaus direkt an dem Fluss Vindelälven gemietet. Dieser Fluss hat eine Länge von 445 km und durchquert Nordschweden von Nordwesten ostwärts bis zur Ostsee.

Das besondere ist, dass der Fluss zu einem schwedischen Nationalfluss erklärt wurde und nicht reguliert oder zur Wasserkraftnutzung ausgebaut werden darf. Dies bedeutet eine ungehinderte Auf- und Abstiegsmöglichkeit für Wanderfische. Insbesondere Meerforellen und Lachse.

 

Die örtlichen Fischereiinformationen

 

Wir informierten uns über die Möglichkeiten diesen Fluss zu befischen bei unserem Ferienhaus Gastgeber. Es gibt in Schweden aber auch an vielen Flüssen Informationsschilder die auf Fischereimöglichkeiten hinweisen.

Zu fangende Fische, Schonzeiten und die Möglichkeiten Tages und Jahreskarten zu erwerben sind auf Schwedisch aber oft auch in englischer Sprache beschrieben.

 

Der Fluss hat einen sehr variationsreichen Verlauf mit unterschiedlichen Wassertiefen und Strömungsgeschwindigkeiten. Er ist in den meisten Teilen die wir im Umkreis der Stadt Vindeln befischt haben etwa 30 bis 50m breit und hauptsächlich zur Forellen und Äschen- sowie zu Barben Region zu zählen.

 

                       

 

Nachdem wir unsere Gastkarten über die Internetseite www.vindelnriverfishing.se gekauft hatten ging es mit dem Auto an den Angelplatz Renforsen. Die Angelplätze sind beschildert, und oft finden sich separate Parkplätze für Angler.

 

Anglerparkplatz

Ich fischte mit der Nymphe eine SAGE X mit Bissanzeiger in 9ft Klasse 5 mit einer #5 Schwimmschnur. Dies ist das perfekte Setup für etwas stärkere Strömung und weite Würfe.

Der Wind war an diesem bewölkten Augusttag ausgesprochen stark und die Fischerei mit der Trockenfliege somit fast unmöglich.

Bei der Fliege fiel meine Wahl auf eine Tungstenjignymphe #12 in Pink. Eine Wahl, die mir schon hunderte Äschen in vielen Ländern beschert hat. Als Bissanzeiger montierte ich einen grünen Froggeye ball in mittlerer Größe.

 

 

Pinkjig CDC #12

Dieser Bissanzeiger wirkt zugegebenermaßen etwas grob, ist aber ein ausgezeichneter Träger für schwerere Nymphen. Mit Ihm lässt sich jede Fliege in der richtigen Tiefe anbieten und einen Biss bekommt man sofort mit.  Dabei kann man Ihn besser werfen als man ihm ansieht.

Ich machte die ersten Würfe vom Ufer ohne einen Schritt in den Fluss. Dies ist ganz wichtig denn es stehen oft gute Fische direkt vor den Füßen.

Die ersten 5 Driften waren Biss los und ich bekam ein gutes Gefühl für die Strömungswirbel hinter einigen größeren Steinen. Gar nicht so einfach bei so vielen Strukturen unter und über der Wasseroberfläche.

Bei der 6. Drift fiel die Nymphe hinter einem Stein in ein tief ausgespültes Loch. der Bissanzeiger tänzelte langsam und signalisierte mir die sinkende Nymphe. Leichte Drift, ein kurzer Moment Nichts dann ein kleiner Ruck und Anschlag. Der Fisch saß und bockte mit leichten aber bestimmten Kopfstößen gen Gewässerboden.  Nach einem kurzen Drill landete ich eine Äsche von ca. 30 cm.

 

Es folgten an diesem Tag noch viele weitere Äschen bis ca. 40 cm. und einige Bachforellen.

Dabei musste ich immer wieder darauf achten die beruhigten Stellen im Fluss zu suchen an denen die Fische energiesparend im Strömungsschatten standen und auf Nahrung warteten.

Die Watfischerei muss hier sehr bedacht erfolgen, da der Fluss an machen Stellen eine Beachtliche Tiefe und Fließgeschwindigkeit aufweist.

Meine Frau versuchte es an diesem Tag mit der Spinnrute und einigen Spinnern und Blinkern auf größere Forellen. Leider ohne Erfolg. Doch dies sollte sich in den kommenden Tagen und Wochen noch ändern 😉

 

 

                               

 

Dies sind noch ein Paar Bilder des Angeltages, der uns einige tolle Eindrücke in die Schwedische Salmoniden Welt gab.

Die Fischgrößen waren für den Fluss klein bis Durchschnittlich. Es gibt bedeutend Größere Fische auf etlichen Kilometer zu fangen. Aber dies ist Thema für einen weiteren Reisebericht.

 

Viele Grüße und Tight lines

Euer Dominic

P.S. Fragen oder Anregungen zum Angeln in Schweden könnt Ihr gerne an mich/ uns richten.